Mai – du warst so wunderbar!

Mein ganz persönlicher Monatsrückblick auf den Monat Mai 2018

Der Mai stand ganz im Zeichen des B: Berlin und meine Bloggerkonferenz Blog Big. Ein bisschen P war auch dabei, denn seit diesem Monat führe ich eine Strichliste über meinen Pastakonsum. Zudem gibt es meinen Tipp des Monats und drei Dinge, für die ich im Mai dankbar war.

Das große P


Vor dem B kommt das P, zumindest in meinem Alphabet, dem Alphabet einer echten Pastamaniac, denn die kann euch ganz genau sagen, wie oft sie im Mai Pasta hatte.

Neun Mal nämlich!

Denn ja, ich führe seit kurzem eine Strichliste dazu auf meiner Tafelwand in der Küche, auf der ich sonst die Mengenangaben bei neuen Rezepten notiere. Warum ich das mache? Immer wieder werde ich gefragt, ob ich jeden Tag Pasta esse (die Antwort lautet: Nein), und jetzt habe ich es schwarz auf weiß. Nicht jeden Tag, sondern eben nur neun Mal im Mai, darunter einige neue Rezepte für den Blog, wie das Pesto alla Genovese, aber auch meine geliebte Tomatensauce.

Das große B


Anfang Mai war ich in Berlin! Die re:publica hat mal wieder gerufen, und auch wenn sie mich nicht mehr ganz so kickt wie noch vor ein paar Jahren, sind die drei Tage auf der Digitalkonferenz trotzdem immer noch ein Highlight. So viele spannende Menschen auf einem Haufen, so viele Freunde und Bekannte von mir (ja, ich lebe in einer digitalen Filterblase), und eben doch noch so viele spannende Themen und Vorträge.

Chelsea Manning war vor Ort hat und ein paar sehr eindrucksvolle Worte gesagt. Nicht persönlich dabei sondern zugeschaltet war Jan Böhmermann, für den ich alle Food-Themen habe sausen lassen. Bei der Diskussionsrunde ging es um die Recherchen von funk und dem Neo Magazin Royale über den  rechtsextremen Troll-Server Reconquista Germanica und die daraus entstandene Dokumentation „Lösch dich: So organisiert ist der Hass im Netz“ (anschauen!). Böhmermann hat als Reaktion darauf seinen eigenen Discord-Server gegründet, Reconquista Internet, der bereits mehr als 60.000 Mitglieder hat, dem Hass im Netz stellt er eine Love-Army entgegen. Wie wichtig das ist, zeigt die Doku, und auch andere Sessions, in denen die Mechanismen rechter Gruppierungen und Parteien auseinander genommen wurden, und es ist einfach erschreckend, wie stark sie die Mechanismen des Internet und der sozialen Medien für sich  nutzen.

Apropos Internet: Mir scheint, als herrsche mittlerweile eine „so ist das nun mal im Internet“-Mentalität, der Ton ist rauer geworden, Beleidigungen werden schneller ausgeteilt, es wird eine Sprache und Worte verwendet, die lange nicht gesellschaftsfähig war, und es erschreckenderweise gerade wird.

Nein, sage ich, das ist nun mal nicht so im Internet, und es darf auch nicht die Realität werden! Dafür müssen wir alle was tun!

Denn, um einen guten Bekannten zu zitieren: „Das Internet ist ein guter Ort. Wenn wir ihn dazu machen“! Dazu lege ich euch sehr den Liebesbrief ans Internet meines Freundes Lutz vom Blog Maleknitting ans Herz und die dazugehörige Präsentation, in der er viel Beispiele zeigt, die das Internet zu einem guten Ort machen.

Gab’s auch Essen in Berlin?

Na klar! Die Stadt steckt voller kulinarischer Highlights, und schon allein deshalb war ich länger da als die drei Tage der Konferenz, nämlich gleich die ganze Woche. Pasta gab’s keine für mich, was ich erstaunlicherweise ohne Entzugserscheinungen durchgehalten habe, dafür aber unter anderem vegane Donuts, die besten Zimtschnecken der Welt, fantastisches Avocadobrot und ein köstliches Thai-Curry, von dem mir ein Spatz ein Reiskorn geklaut hat. Satt bin ich zum Glück trotzdem geworden.

Ein bisschen Kultur gab es außerdem: Eine Banksy-Ausstellung im Berliner Bikini. Unglaublich beeindruckend, nur mit dem schalen Beigeschmack, dass sie anscheinend von dem konsumkritischen Künstler nicht genehmigt wurde. Trotzdem gibt es Drucke seiner Werke und jede Menge Merchandising, und ja, ich hätte mir gerne was davon gekauft, aber die Konsumkritik hat mir tatsächlich ein schlechtes Gewissen gemacht, und überhaupt Minimalismus und so.

Weniger konsumkritisch ging es in der Dalí-Ausstellung zu, allerdings hat der Künstler bei einigen Werken auch dafür gesorgt, dass es nur eine begrenzte Anzahl an Drucken gibt, indem er die Kupferplatten zerstörte.

Das große R


Ich hatte die Gelegenheit, bei einem Presseevent neuseeländisches Rindfleisch zu kosten. Das Rind steht das ganze Jahr auf der Weide, ist grasgefüttert und wird ganz natürlich gehalten, ohne Zugabe von Antibiotika. Neu für mich war, dass es auf dem Seeweg reift, dass Fleisch überhaupt unterwegs reift, allerdings hatte ich mir darüber auch noch nie Gedanken gemacht. Geschmeckt hat es ganz fantastisch, jedoch gibt es regionale Alternativen, die einen kleineren CO2-Abdruck haben, und die ich beim Fleischkauf immer bevorzugen werde.

Das große Doppel-B


Woran ich im Mai Tag und Nacht gedacht habe? An die Blog Big am 23. Juni in München, meinem Baby, die Bloggerkonferenz, die ich zusammen mit Janina vom Blog Jäger & Sammler organisiere. Zum zweiten Mal wird sie stattfinden, dieses Mal unter dem Motto „Grow Big“, sprich wie man mit dem Blog wachsen kann. Dafür haben wir ganz tolle Speaker*innen gewinnen können, die das Thema aus der technischen, der Social Media und der menschlichen Perspektive betrachten.

Wir sind dieses Mal in einer Location, in der wir nur wenig selber machen müssen. Ich hoffe also, dass ich mehr von den Inhalten mitbekommen werde, und mehr Gelegenheit habe, mich mit den Teilnehmer*innen zu unterhalten.

Für den dazugehörigen Podcast Talk Big habe ich in Berlin zwei tolle Interviews geführt. Mit Vreni Frost vom Blog neverever.me und mit Julian Drachenberg zum Thema Stressmanagement. Ersteres habe ich euch verlinkt, letzteres erscheint in Kürze, also abonniert einfach den Podcast und bleibt auf dem Laufenden.

Das große T – mein Tipp des Monats


Ich habe ganz viel gelesen im Mai. Unter anderem „Sleeping Beauties“ von Stephen und Owen King. Ich finde es spannend, darüber zu lesen, was wäre, wenn eine bestimmte Situation eintritt. Wie verhält sich die Menschheit? Was verändert sich? In Sleeping Beauties ist es eine Welt ohne Frauen, die plötzlich da ist. Denn die Frauen schlafen ein und wachen nicht wieder auf. Stattdessen sind sie von einem feinen Kokon umhüllt. Nur eine Frau gibt es, die wieder aufwacht, die geheimnisvolle Evie.

Stellenweise hätte ich mir mehr Tiefgang in dem Buch gewünscht, aber insgesamt war es eine tolle Lektüre, und ich vergebe vier von fünf Sternen!

Hat jemand von euch das Buch auch schon gelesen?

Wofür ich im Mai dankbar war


Im Rahmen meiner Selbständigkeit habe ich angefangen, mich mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen. Ein wichtiger Punkt dabei: Dankbarkeit. Ich gebe es zu, anfangs fand ich es albern, aber tatsächlich verändert Dankbarkeit die Sichtweise und die innere Einstellung. Es gibt einfach deutlich weniger Mittelfinger-Tage. Deshalb gibt es hier an der Stelle drei Dinge, für die ich im Mai dankbar war. Kommentiert gerne, wofür ihr dankbar seid.

  1. Dass ich eine Woche in Berlin sein durfte und eine großartige Zeit hatte. In den letzten zwei Jahren habe ich angefangen, das Arbeitsleben zu leben, das mir gefällt. Projekte wie die Blog Big zu machen, meinen Foodblog zu führen und insgesamt zufriedener zu sein. Dazu gehört eben auch, einfach mal mehrere Tage in der Hauptstadt verbringen zu können. Drei Tage davon mit meinem Patenkind, was besonders schön war.
  2. Für meine Freunde. Weil es nicht selbstverständlich ist, welche zu haben, und weil ich früher sehr verschwenderisch diesbezüglich war. Und weil ich mich ganz oft nicht bei ihnen melde, sie mich aber trotzdem immer noch mögen. Ich bin sogar dankbar für die, die weg sind. Weil sie ihre Aufgabe in meinem Leben erfüllt haben, und wenn man Dinge aus diesem Aspekt heraus betrachtet, ist es ganz einfach, dankbar zu sein.
  3. Die Sommerzeit. Ich liebe es, wenn es abends lange hell ist. Ich liebe laue Sommernächte und ich liebe sogar Sommergewitter, wenn der Donner über die Stadt rollt, als käme Thor persönlich angeritten. Wir haben offiziell noch Frühling, ich weiß, aber gefühlt war der Mai schon Sommer, und Sommer ist einfach wunderbar!

Was waren eure Highlights im Mai? Und – viel wichtiger – wie oft gab es Pasta bei euch? Schreibt es in die Kommentare!

 

Photo by Rodion Kutsaev on Unsplash (Schrift von mir)

4 Kommentare

  1. Cool, dass Du genau sagen kannst, wie oft Du Pasta gegessen hast: Wir hatten im Mai bestimmt oft Pasta (wir lieben sie),aber beziffern? Neeeee. Und Monatsrückblicke sind cool….sehr gute Entscheidung, welche zu schreiben!

  2. Sehr schöner Auftakt zu deinem neuen Monatsrückblick! Find ich super, dass du damit anfängst, ich lese so was selbst total gern. Für uns war der Mai ein sehr untypischer Pastamonat. In den USA habe ich nur einmal Nudeln gegessen – viel zu selten, deswegen wurde das Nachhausekommen gleich mit einem Teller Pasta belohnt.
    Liebe Grüße und ich freu mich auf die Blog Big!
    Sabrina

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