Pasta World Championship 2017 – ein Fest der Pasta

Pasta World Championship 2017 von Barilla

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Drei Tage, 19 Köche, sechs Arbeitsplätze, fünf Jurymitglieder, eine Pasta World Championship  – und ich mittendrin. Es brodelt, es brutzelt, in der Luft liegt der Geruch nach köstlichem Fisch, von leckerem Gemüse und gebratenem Fleisch. Und natürlich: Pasta! Denn diese steht im Mittelpunkt des Wettbewerbs, der heuer zum sechsten Mal von Barilla ausgerichtet wird.

Der größte Pasta-Wettbewerb

Zahlreiche Köche aus der ganzen Welt unter 35 haben sich auf die diesjährige Pasta World Championship beworben, 19 davon haben es in die Auswahl geschafft und kämpfen am ersten Tag darum, die fünfköpfige Jury von ihrem Signature Dish zu überzeugen, um es in die zweite Runde zu schaffen und danach ins Finale. Leicht wird das nicht, besteht die Jury doch aus Experten, jeder davon mit mindestens einem Michelin-Star ausgezeichnet: Lorenzo Cogo, Alfio Ghezzi, Roberto Rossi, Caterina Ceraudo und Matteo Baronetto.

Die Pasta World Championship im Schnelldurchlauf

Das Wunder der Schlichtheit

„Schlichtheit ist das Geheimnis der italienischen Küche und unser Rezept
für gutes Leben. Eine authentische Küche, wo die Technik auf Zutaten trifft,
Vergnügen im Zentrum steht und Emotionen, Tradition und
Kreativität sie hervorragend machen.“

Das Wunder der Schlichtheit ist das, was die italienische Küche ausmacht, und so lautet auch das Motto der Veranstaltung, die einzelnen Tage unterstehen noch mal einem eigenen Thema. Schlicht geht es tatsächlich zu – zumindest bei der Wahl der Zutaten. Die Kombination selbiger ist jedoch alles andere als schlicht, obwohl, ja, doch, auch schlicht, aber gleichzeitig so raffiniert, das mir bei jedem einzelnen Gericht das Wasser im Mund zusammenläuft. Zwei davon werde ich probieren dürfen, von beiden werde ich begeistert sein.

Pasta World Championship: Voucher

Zwei Voucher ins kulinarische Glück: Diese beiden Gerichte darf ich am ersten Tag probieren

Tag 1 – die Zukunft von Pasta: Das Signature Dish

Hättet ihr mir die Frage nach der Zukunft von Pasta gestellt, müsste ich erstmal lange überlegen. Sicher ist, dass es immer Pasta geben wird, doch wie wird diese aussehen? Wird es noch mehr Formen und Farben geben? Einigen wir uns irgendwann darauf, dass Spaghetti die großartigste Form ist? Oder geben wir uns der Low Carb-Philosophie hin und essen doch nur noch Zoodles?

Die Köche haben ihre ganz eigene Vorstellung von der Zukunft. Simon Cannalonga, zum Beispiel, der Vertreter aus Bayern, sagt, dass die Zukunft von Pasta sich von der klassischen Pasta wegbewegt hin zu Vollkornnudeln. Zudem werden wir sie immer seltener mit Fleisch oder Fisch kombinieren, beides wird weniger häufig als heute auf unseren Tischen und Tellern landen. Er selbst serviert sogar ein veganes Rezept: Vollkornpasta mit Kürbisvariation, Seidentofucreme und Weißbierschaum.

Pasta World Championship: Simon Cannalonga mit seinem Signature Dish Vollkornpasta mit Kürbisvariation, Seidentofucreme und Weißbierschaum

Simon richtet sein Signature Dish an: Vollkornpasta mit Kürbisvariation, Seidentofucreme und Weißbierschaum

 

Der türkische Koch Tolgar Mirelli stellt die These auf, dass die Zukunft grün ist, wir alle danach streben sollten und kreiert entsprechend ein grünes Gericht, bestehend unter anderen aus Spinat und Eigelb. Beide treffen mit ihren Ansichten voll meine Meinung, probieren kann ich nur die Vollkornpasta von Simon, aber die hat mich so überzeugt, dass ich das Rezept in einer vereinfachten Variante nachkochen werde.

Barilla selbst sieht die Zukunft von Pasta auch im 3D-Druck. Vor der Kocharena ist ein kleiner Stand aufgebaut, in dem sie über diese Innovation berichten und eine Auswahl an Formen zeigen, die sich mit BlueRhapsody herstellen lassen: Amphoren, Sterne, Schneeflocken, Atome und viel mehr. Am Abend des zweiten Tages gibt es die Pasta aus dem 3D-Drucker zum Probieren, und was soll ich sagen: Sie schmeckt wie „echte“ Pasta und sieht dazu noch richtig gut aus.

Pasta World Championship 2017: Pasta aus dem 3D-Drucker

Pasta aus dem 3D-Drucker

Der zweite deutsche Koch, dessen Pastarezept ich am ersten Tag der Pasta World Championship probieren darf, ist Adrian Maximilian Augustin. Er serviert eine Carbonara mit geräuchertem Aal, Fettucchine und frittiertem Löwenzahn. Auch hiervon bin ich begeistert, und war ob des Aals doch erst skeptisch.

Die Halbfinalisten werden gekürt

Schon die Vorstellung, zwischen diesen beiden Gerichten wählen zu müssen, fällt mir schwer, geschweige denn, aus allen 19 die zehn besten auszuwählen, so dass ich froh bin, nicht in der Jury zu sitzen. Zu gut sehen die Gerichte aus, zu lecker riechen sie, zu gern würde ich sie alle probieren und nachkochen und dann noch mal essen. Und dann beneide ich die Jury doch, denn sie darf jede einzelne Pastakreation essen, ihren Geschmack beurteilen, die Idee dahinter, ob die Pasta auf den Punkt gekocht wurde, aber auch das Anrichten, denn bekanntermaßen isst das Auge ja mit.

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Als zum Schluss die Halbfinalisten verkündet werden, sind Simon und Adrian leider nicht dabei. Dafür gibt es uns Zeit, mit ihnen und den anderen ausgeschiedenen Köchen zu reden, und uns mit den anderen Gästen auszutauschen, zum Beispiel über ihre Lieblingspastasorte.

Tag 2 – Leidenschaft für Schlichtheit: Spaghetti al Pomodoro

Ah, Tag 2! Gewidmet der Schlichtheit und der Spaghetti al Pomodoro! Falls ich es euch noch nicht verraten habe: Spaghetti mit Tomatensauce ist eines meiner Lieblingsgerichte – in all ihren Variationen. Deshalb war ich auf den zweiten Tag der Pasta World Championship besonders neugierig. Wie lässt sich der italienische Klassiker modern und aktuell zubereiten? Welche Besonderheiten lassen sich die Köche einfallen? Wird es wie am ersten Tag einen regionalen Touch geben? Und: Wessen Gericht werde ich probieren dürfen?

Ehrlich – die Pasta World Championship ist auch eine kleine Folter. Schon wieder liegt dieser unvergleiche Geruch nach köstlicher Pasta in der Luft, kombiniert mit meiner Lieblingsfrucht, der Tomate, dazu Gewürze wie Basilikum, das seinen Beinamen „der Göttliche“ zu Recht trägt. Probieren darf ich heute offiziell nur ein Gericht: Die Spaghetti al Pomodoro von Aniello La Muro aus UK, der die Tomaten Sous Vide gegart hat, dann aus deren Essenz die Sauce zubereitet hat und das Ganze mit einem feinen Basilikumpesto veredelte. Ein besseres zweites Frühstück hatte ich schon lange nicht mehr!

Und dann habe ich Glück: Ich bekomme eine zweite Probierportion angeboten, die übrig geblieben ist. Dankbar nehme ich sie an und lande ein zweites Mal im Pomodore-Himmel. Ich überlege, wo ich mich als nächstes strategisch hinsetzen muss, um vielleicht noch eine dritte Portion zu bekommen, aber das Glück ist mir kein weiteres Mal hold, und ich bin auch viel zu sehr damit beschäftigt, in Töpfe zu linsen, mir Inspirationen zu holen, und das Geschehen fasziniert zu beobachten. Als ich neugierig und mit gezückter Kamera beim israelischen Koch Omri Cohen stehenbleibe, weist er mich mit Gesten an, einen Schritt zur Seite zu gehen. Er ist gerade dabei, Basilikum zu frittieren, und ja, das spritzt, und zwar ganz gewaltig. Er ist auch einer der drei Köche, die es schaffen, mit ihren Spaghetti al Pomodoro die Jury zu überzeugen, und so zieht Omri neben Accursio Lotà aus den USA und Keita Yuge aus Japan ins Finale ein.

Pasta World Championship: Pasta Pomodore auf japanische Art

Pasta Pomodore japanisch interpretiert

Erkenntnisse des zweiten Tages

Fazit Nr. 1: Viele Köche konzentrieren sich bei ihrer Variation der Spaghetti al Pomodoro auf den reinen Geschmack der Tomate: Es werden an vielen Tischen Essenzen und Konzentrate hergestellt, der eine röstet die Tomaten vorher, der nächste gart sie Sous Vide, die nächste wiederum stellt ein rohes Konzentrat her. Die Pasta wird teils klassisch in Salzwasser gekocht, teils in der Tomatensauce zu Ende gegart, oder gleich komplett darin zubereitet.

Fazit Nr. 2: Es gibt so viele Variationen der Spaghetti al Pomodoro, und ich möchte sie alle essen!

Tag 3 – Fest der Pasta

Das Finale findet in Parma in der Academia Barilla statt. Noch einmal kochen die Finalisten Omri Cohen, Accursio Lotà und Keita Yuge ihr Signature Dish vom ersten Tag. Sie haben die Möglichkeit, dieses noch mal etwas anzupassen, die Anmerkungen und Tipps der Jury vom ersten Tag zu berücksichtigen, ihr Gericht noch mal zu perfektionieren. Wer wird das Rennen machen? Mein Favorit wird es nicht, so viel kann ich euch schon mal verraten.

Was ich am Kochen sehr mag, ist die Kombination verschiedener Küchen, das Erweitern bekannter Geschmäcker um unbekannte Komponenten, das Einbringen regionaler Besonderheiten. Deshalb ist in Runde 3 Omri aus Israel mein Favorit, der an allen drei Tagen ganz natürlich mit verschiedenen Gewürzen gespielt hat, und der italienischen Küche einen neuen Touch gegeben hat. Am letzten Tag grillt er eine Aubergine auf offenem Feuer und – um ehrlich zu sein – schon allein damit hat er mich, bin ich doch ein großer Fan von Baba Ganoush, wie ich euch im Rezept für die Nudeln mit Auberginenkaviar ja schon verraten habe.

Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass Keita aus Japan das Rennen machen wird, sind die Japaner doch Meister darin, eine Sache zu machen, bis sie perfekt ist. Ich liege mit beiden Vermutungen falsch. Zum Sieger wird am Schluss von der fürs Finale auf sieben Köpfe erweiterten Jury der gebürtige Sizilianer und mittlerweile in den USA lebende Accursio Lotà gekürt. Seine Seafood Carbonara hat am meisten überzeugt – und irgendwie habe ich dann doch Lust, sie zu probieren. 🙂

Einen weiteren Blogartikel zur Pasta World Championship von Barilla findet ihr auf Graziella’s Food Blog: Barilla Pasta World Championship 2017 in Mailand & Parma

*Der Artikel ist in Kooperation mit Barilla entstanden. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

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